Was Krisen über die Qualität von Kommunikation verraten

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Es liegt nicht an Corona, aber eine Pandemie diesen Ausmaßes offenbart schonungslos strukturelle, digitale und in aller erster Linie kommunikative Schwächen in Unternehmen.

Als sei ein Schalter umgelegt, wird Home Office gefeiert und findet man auf sämtlichen Kanälen zahlreiche Meinungen zu vernachlässigter Digitalisierung sowie wertvollen Input optimierbaren Prozessen. In Business-Netzwerke, aber auch anderswo, überschlagen sich die Angebote: vom virtuellen Workshop und Webinar, über Unterstützung bei der Entwicklung von Remote-Strukturen, bis hin zu Tools für Online-Teamwork ist alles dabei. Das ist toll und oft auch nötig und sinnvoll.

Was zugleich auffällt, ist die in einer Vielzahl von Unternehmen deutlich vernachlässigte interne Kommunikation – branchen- und bereichsunabhängig. Corona ist in dieser Hinsicht geradezu demaskierend.

Was für die Kundengewinnung und -bindung sowie für die Kommunikation mit potentiellen Bewerbern inzwischen selbstverständlich ist – ausgeklügelte Content- und Kanalstrategien – endet nach der Marketingabteilung und färbt selten auf HR oder Unternehmensführung ab. Eine Krise wie Corona bringt es an es Licht: die interne Kommunikation ist nicht immer krisenfest. Dabei weiß jede Führungskraft, wie wichtig es ist, gerade in Krisenzeiten rechtzeitig anstehende Maßnahmen und Änderungen umfassend zu kommunizieren.

Zum Glück gibt es Mitarbeiter, die ihr Los selbst in die Hand nehmen. Sie treffen sich per Webkonferenz zum Team-Update, zur virtuellen Teamarbeit, für Präsentationen oder auch zum online Kaffeeplausch. Man „zoomt“ einfach – auch, wenn dies nicht mit zoom geschieht. Kollaborationstools wie Slack haben Hochkonjunktur. Aus der Krise heraus findet hier offenbar der Wandel statt.

Dennoch bleibt die Frage, ob das eine ordentliche interne Kommunikationsstrategie ersetzt und vielleicht nicht mehr ist als ein temporärer, wahrscheinlich nicht stabiler, Lückenfüller.

In eigener Sache:

Für uns bietet die Situation großen Anreiz, einmal an der Front nachzufragen. Deshalb führen wir derzeit Case Studies durch mit Unternehmen zwischen 60 und 2.000 Mitarbeitern. Fakt ist, dass schon vor der Krise umfangreiches Wissen zu digitaler Arbeit, Agilität, dezentraler Führung und Selbstorganisation vorhanden war.

Wir möchten wissen, wie die praktische Umsetzung aussieht – jetzt und in Zukunft. Was passiert mit unserer Kommunikation? Wie misst man die Effektivität mobiler Arbeit? Wann macht Anwesenheit Sinn, wann nicht? Welche Rituale sind wichtig, welche Skills? Wie sieht es aus mit der Mitarbeiterzufriedenheit in einer veränderten Welt? Diese und andere Fragen analysieren wir ab Anfang Mai 2020.

Wenn dieses Thema auch für Sie interessant ist und Sie ein Unternehmen leiten mit 60 bis 2.000 Mitarbeitern, freuen wir uns über Ihre E-Mail an simply@enzoo.de

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